Historie

Die Freiwillige Feuerwehr Riesweiler wurde, wie viele andere Feuerwehren auf dem Hunsrück, im Jahre 1934 gegründet. Das Gründungsdatum wurde leider nicht niedergeschrieben.

Die erste Namensliste, datiert vom August 1940, beinhaltet 25 Mitglieder der Feuerwehr Riesweiler. Aus dieser Namensliste ist auch das Eintrittsdatum der einzelnen Feuerwehrmänner ersichtlich. Bei 13 der Aufgeführten ist dies der 1.1.1934.

Aus anderen Unterlagen ist erkennbar, dass noch weitere Feuerwehrmänner seit dem 1.1.1934 der Freiwilligen Feuerwehr angehörten.

Bei den seit dem 1.1.1934 der Feuerwehr zugehörigen Wehrleuten kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Männer auch Gründungsmitglieder waren.

Nach vorliegenden Unterlagen sind dies:

1. Fickinger, Johann
2. Engelmann, Friedrich
3. Kurz, Friedr. Wilhelm
4. Kurz IV, Jakob
5. Kade, Christof
6. Roos, Huppert
7. Kunz, Wilhelm
8. Engelmann, Adolf

 

 9. Sulzbacher, Ernst

10. Berg, Gustav

11. Hart, Peter
12. Hottenbacher, Albert
13. Hofmann, Karl
14. Kade, Johann
15. Kade, Josef
16. Welker, August

 

Zum Wehrführer wurde bei der Gründung Johann Fickinger una als sein Vertreter Friedrich Engelmann ernannt.

Wie aus noch vorliegenden Bestandslisten zu ersehen ist, war die Ausrüstung der Feuerwehr sehr spärlich. Als Feuerlöschspritze war eine vierrädrige Handdruckspritze und als Zubehöhr 10 C-Druckschläuche, 2 C-Strahlrohre, 2 Brandhaken, 1 Hydrantengerät (Standrohr) und 1 Übergangsstück B-C vorhanden. Die Handdruckspritze (Baujahr 1880) sowie Zubehör wurden von der bis 1934 bestehenden Pflichtfeuerwehr übernommen und bis 1948 nicht weiter ergänzt.

Ab 1950 wurde dann weiteres Gerät und Ausrüstung entsprechend dem Bedarf unserer Gemeinde und nach dem jeweiligen Stand der Technik beschafft und eingesetzt.

Im Verlauf der weiteren Jahre wurde Ausrüstung und Gerät der Feuerwehr ständig verbessert und ergänzt. So wurde bereits 1952 eine TS 4 und 1960 ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) mit einer TS 6 angeschafft. 1967 erhielt die Feuerwehr einen 50 kg-Pulverlöscher.

Durch Vermittlung des Feuerwehrkameraden Otto Thon aus Rheinböllen (gebürtig in Grossauheim/Hessen), konnte am 11.09.1669 ein dort außer Dienst gestelltes LF8, Baujahr 1941 von der Freiwilligen Feuerwehr Grossauheim für 200,-- DM erworben werden.

Nachstehend ein Auszug aus der Tagespresse:

Feuerwehrauto für 200,-- DM

Grossauheim – Ein Feuerwehrfahrzeug, das 28 Jahre der Freiwilligen Feuerwehr Grossauheim treu gedient hat und große Einsätze während des letzten Weltkrieges, unter anderem in Mannheim, Frankenthal, Kassel, Frankfurt und Hanau erlebte, hat dieser Tage seinen Besitzer gewechselt. Es wurde der Freiwilligen Feuerwehr Riesweiler im Hunsrück für den geringen Betrag von 200 DM überlassen und soll nunmehr dort noch einige Jahre seine Pflicht erfüllen. Die aus 16 Feuerwehrleuten bestehende Wehr der 650 Einwohner zählenden Gemeinde hatte bisher kein Feuerwehrfahrzeug besessen und sich auch keines leisten können. Zu der Übernahme des Fahrzeugs war die halbe Feuerwehr des Ortes mit ihrem Bürgermeister nach Grossauheim gekommen.

Diese Anschaffung hatte zur Folge, dass eine neue Unterstellmöglichkeit gesucht werden musste, da der zwei Jahre zuvor erstellte Geräteraum an der alten Schule (heute Ev. Gemeindehaus) das neue Fahrzeug wegen der Größe nicht aufnehmen konnte. Die erste Unterkunft fand das Fahrzeug dann vorübergehend bei Otto Illges in der Förster-Ludwig-Str. bzw. in der Scheune Sulzbacher (Stuffels), ebenfalls Förster-Ludwig-Str., bis eine Unterkunft in der Scheune von Johann Fickinger, Jahnstraße 5 gefunden wurden.

Im Jahre 1971 erhielt die Feuerwehr eine Schmutzwasserpumpe, die sich zum Entleeren von Kellern und Baugrundstücken eignete.

Für 1972 wurde vom Gemeinderat Riesweiler der Beschaffung einer TS 8 zugestimmt, doch bevor die Beschaffung eingeleitet war, ging die Trägerschaft der Feuerwehren von den Gemeinden auf die Verbandsgemeinde Rheinböllen über, und hier sah man zunächst noch keine dringende Notwendigkeit für eine TS 8. Nach einer sachlich geführten Aussprache zwischen Feuerwehr und Verbandsgemeinde Rheinböllen wurde die von der Gemeinde Riesweiler bereits zugesagte TS 8 doch noch im Jahre 1972 beschafft.

Der 1. Oktober 1979 war für die Feuerwehr ein großer Tag, denn das neue Gerätehaus in der Soonblickhalle konnte bezogen werden. Die offizielle Einweihung fand am 26. und 27.04.1980 in der Soonblickhalle statt.

Damit endete ein Jahrzehntelanges Provisorium mit immer wieder neuen Unterstellplätzen, die zum Teil als Gerätehäuser völlig ungeeignet waren.

Bereits im Jahre 1981 bahnte sich für die Feuerwehr Riesweiler ein neues großes Ereignis an. Durch Wilhelm Wickert aus Tiefenbach erfuhren wir Mitte Februar, dass bei der Feuerwehr Kirn ein TLF zum Verkauf stand. Ein solches Fahrzeug ist der Wunsch einer jeden Feuerwehr. Nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung Kirn, der Verbandsgemeinde Rheinböllen und Verbandsgemeindewehrleiter Weber, Rheinböllen sowie Ortsbürgermeister Erich Auler, Riesweiler, konnte bereits nach zwei Wochen in Kirn eine Besichtigung durchgeführt werden, die vom Zustand des Fahrzeuges her positiv ausfiel.

Durch Verhandlungen der Verbandsbürgermeister Hofmann, Rheinböllen, und Danco, Kirn, sowie Ortsbürgermeister Erich Auler wurde ein Kaufpreis von 9.000,-- DM festgesetzt. Der Verbandsgemeinderat Rheinböllen stimmte dem Fahrtzeugkauf zu und somit war die Freiwillige Feuerwehr Riesweiler bereits am 24.03.1981 stolzer Besitzer eines TLF.

Die offizielle Indienststellung wurde am 5. Juli 1981in der Soonblickhalle feierlich begangen.

Das LF8 wurde für 2.000,-- DM an die Firma Eisner in Koblenz verkauft und die TS 8 fand zum gleichen Zeitpunkt ihren neuen Einsatzort bei der Freiwilligen Feuerwehr in Mörschbach.

     

Die Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehr Riesweiler

1.      Ehemaliges Gemeindehaus (Backes) Simmerner Straße (heute Brunnenanlage)

2.      Ehemaliges Stierstallgebäude, Kegelbahn (heutiger Standort der Sirene)

3.      Ehemalige Scheune Göhl/Pütz (Leichtweise) Simmerner Straße (heutiger Standort des 1994 neu gebauten Feuerwehrgerätehauses)

4.      Garage an der alten Schule, Simmerner Straße (heute Ev. Gemeindehaus)

5.      Maschinenschuppen Ilges, Förster-Ludwig-Straße

6.      Scheune Sulzbacher (Stuffels), Förster-Ludwig-Straße

7.      Scheune Fickinger (Beckersch), Jahnstraße

8.      Gerätehaus Soonblickhalle

9.      Feuerwehrgerätehaus Simmerner Straße 4

 

     Die Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Riesweiler

1.      Johann Fickinger, 1934 - 1937

2.      Friedrich Engelmann, 1937 - 1946

3.      Friedrich Kurz, 1946 - 1967

4.      Kurt Berg, 1967 - 1975

5.      Helmut Kunz, 1975 - 1992

6.      Rainer Sulzbacher, 1992 - 2005

7.      Stefan Berg, 2006 - bis heute

 

- Fortsetzung folgt -

   


 

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